DisPlay
DisPlay

In den vergangenen 12 Monaten wurden 10% aller Fotos der Menschheitsgeschichte geschossen. Mit der digitalen Revolution finden Fotos Einzug in jeden Moment des Alltags. Zeitungen, Fernsehen und Internet bauen unsere Welt aus Bildern. Fotohandys bevölkern die Schulhöfe. Abbildungen bilden Legenden, überfluten unsere Medien, versinken schon am folgenden Tag in der nächsten Bilderwelle. Aber was macht das mit uns und was fangen wir damit an?

Ist ein Schnappschuss echter als ein inszeniertes Titelbild? Insbesondere Fußballfotos sind allgegenwärtig. Sieg, Jubel, Trauer, Niederlage. Freundschaft, Hass, Eintracht und Konkurrenz. Immer gleich. Gleich bleibend kraftvoll. Spieler die schweben und solche die im Foto gefesselt für immer weinen werden. So abstrakt und absurd sie auch erscheinen, ähneln sie doch Momenten unseres Lebens.

In DisPlay dringt das Junge Ensemble in Welt bewegende Momentaufnahmen, ahmt sie nach, deutet sie um, bringt sie in Bewegung. sucht nach unmittelbarer Erfahrung und einem Leben hinter der Oberfläche. Vor den Augen des Zuschauers entspinnt sich ein performatives Spiel: Ob es wirklich Abseits war, zeigt stets nur die Wiederholung.

Konzept u. Regie:          Willy Combecher, Wiebke Dröge
Spiel:                           Julia Gutbell,
Karl Kiesel, Daniel Shnitzer, Leyla Trebbien

Text und Regieassistenz:        Ossian Hain

 

Premiere: 15.03.2013 um 19:00 im Theaterhaus Frankfurt

 

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