Hier ein kurzer Filmbericht über Klimaforscher von "ALLE WETTER" von HR3
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2010, Nr.47, S. 48 Der Wassertropfen namens Jens, Das Theater Grüne Soße zeigt "Klimaforscher" |
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Gut, dass es acht Jahre alte Jungs gibt, die einem im Handumdrehen erklären können, warum es erst blitzt und dann donnert: Weil das Licht schneller ist als der Schall, sagt der Knabe. Erleichterung auch bei einigen Erwachsenen, die solche Erklärungsnotstände fürchten.
Das Frankfurter Theater Grüne Soße - die Schauspieler Willy Combecher, Sigi Herold und Friederike Schreiber und der Regisseur Detlef Köhler - hat es sich nicht leichtgemacht mit seinem neuen Stück "Klimaforscher - Das Gewicht der Luft". Für seine Stücke recherchiert das Ensemble stets sehr gründlich - diesmal also zu Wetter und Klima, nicht gerade gängige Bühnensujets. Und anders als sonst geht die sehr offen gehaltene Mischung aus Experimenten und Theaterspiel direkt in das Gespräch mit dem Publikum über, das quasi den Schlussteil der Vorstellung bildet. Da kann man auch mal überfragt werden, selbst wenn man sich so akribisch vorbereitet hat wie die Grüne Soße. Im Grunde ist es sogar die Crux des Stücks, dass es so viel an Wissen unterbringen will: was Wetter ist und wie es entsteht, den Wasser- und den CO2-Kreislauf, den Treibhauseffekt samt Klimakatastrophe. Die steht mit der Überschwemmung einer Hallig am Ende der 45 Minuten. Auf einem Glastablett steht ein Häuschen auf einem Haufen Sand, kleine Figuren symbolisieren die Bewohner der Hallig - bis es aus zwei Gießkännchen schüttet und das "Unwetter" die kleine Sandinsel komplett wegspült. Nur ein Schiff kann die Familie retten. Ein Drama in Miniatur, allein: Wie viele hiesige Kinder wissen, was eine Hallig ist? Was CO2, was Absorption oder Aerodynamik? Wind, Wasser und Sonne verkörpern die drei Schauspieler, mit roten, blauen und gelben Schuhen und Hemden, aber auch Wissenschaftler, deren Fachchinesisch zuweilen auch erwachsenen Zuhörern zu viel werden kann. |
Geradezu wohltuend nimmt sich die Reise von Jens, dem kleinen Wassertropfen, aus, der von der Quelle durch den Rhein ins Meer gelangt und über das arktische Eis wieder in einem hiesigen Gurkenbeet landet, flankiert von Märchenfiguren, die bis zum Nonsens durcheinandergeraten. Auch da wäre weniger wohl mehr gewesen - an dem Stück, zu dem es auch eine Lehrermappe geben wird und Informationsmaterial zum Umweltschutz, wird sich im Lauf der Aufführungen aber sicher noch einiges ändern. |
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| FRANKFURTER NEUE PRESSE, 19.03.2010 Prima Klima auf der Bühne |
| Das TheaterGrueneSosse beschäftigt sich beim Festival „Starke Stücke“ mit Umweltfragen |
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Noch knapp einen Monat dauert es, dann findet im Rhein-Main-Gebiet wieder das Internationale Theaterfestival «Starke Stücke» statt. Auch die Schauspieler vom TheaterGrueneSosse gehen an den Start. Bornheim. Wenn vom 21. bis zum 29. April die 16. Runde des Internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestivals «Starke Stücke» läuft, dürfen natürlich auch Lokalmatadoren aus Frankfurt nicht fehlen. Unter den 18 Inszenierungen aus sieben Ländern sind immerhin drei von Theatergruppen aus der Mainmetropole. Lokales Kolorit Außer dem Theater Skyline und dem Theaterhaus Ensemble geht auch das TheaterGrueneSosse bei dem Festival im Rhein-Main-Gebiet an den Start. Das Bornheimer Kinder- und Jugendtheater führt das Stück «Klimaforscher – Das Gewicht der Luft» auf und will dem internationalen Teilnehmerfeld damit zu etwas Lokalkolorit verhelfen. Regisseur Detlef Köhler, der die «Klimaforscher» auf den Weg gebracht hat, freut sich schon jetzt auf die geballte Ladung Kindertheater im kommenden Monat. «Wir haben die ,Klimaforscher‘ schon sechsmal vor Schulklassen aufgeführt und dabei festgestellt, dass die Kids viel über das Thema wissen.» Jetzt hofft Köhler, dass auch der Auftritt am Freitag, 23. April, gelingt. Das mit 10 000 Euro vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst geförderte Stück ist als Begleitprogramm zur Klima-Ausstellung «Vor uns die Sintflut» entstanden, die im vergangenen Sommer in Offenbach gastierte. «Wir wollten ein gleichermaßen unterhaltsames und informatives Stück schaffen, das augenzwinkernd, aber ohne erhobenen Zeigefinger Wissen vermittelt», erläutert Köhler die Grundidee. |
Drei Akteure Auf der Bühne sieht das junge Publikum drei Schauspieler agieren: Willy Combecher, Sigi Herold und Friederike Schreiber, die allesamt in die Rolle eines Wissenschaftlers schlüpfen. «Auf der Bühne gibt es kleine Nickeligkeiten zwischen uns dreien», verrät Sigi Herold, dessen Figur sich der Erforschung des Wassers verschrieben hat. «Denn alle Forscher meinen, dass ihr Spezialgebiet am bedeutendsten ist.» Friederike Schreiber, die eine Sonnenforscherin verkörpert, merkt denn auch prompt an, das für die Entstehung von Leben «die Sonne viel wichtiger als das Wasser» sei. Willy Combecher, der dritte im Bunde, lauscht dem Disput gelassen: Er sonnt sich genüsslich in dem Wissen, dass ohne sein Spezialgebiet, die Aerodynamik, kein Vogel fliegen und kein Windrad in Bewegung geraten würde. Zum Glück tragen die drei Klima-Experten ihr Wissenschaftsduell nur auf der Bühne aus. Privat sind sie ein eingespieltes Team und blicken auf zehn Jahre gemeinsame Bühnenerfahrung zurück. Langjährige Erfahrung vor und hinter der Bühne kann auch Detlef Köhler aufweisen. Dass gutes Kinder- und Jugendtheater kein Kinderspiel ist, hat Köhler während seines Engagements für das TheaterGrueneSosse natürlich verinnerlicht. Die reizvolle Herausforderung bestehe darin, schwierige Sachverhalte – wie beispielsweise eine Debatte über die Klimaerwärmung – so zu präsentieren, dass auch Sechsjährige folgen können. «Wir wollen Fragen aufwerfen und zum Denken anregen», betont Köhler, der von dem theaterpädagogischen Ansatz des TheatersGrueneSosse überzeugt ist. Vor dem großen Auftritt der «Klimaforscher» beim Internationalen Jugendtheaterfestival «Starke Stücke» hat das GrueneSosse-Ensemble noch mehrere Auftritte zu absolvieren. Mirco Overländer |
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