Früher waren alle Großmütter böse und die Menschen gierig und gemein

TheaterGrueneSosse_KleinerKlausGrosserKlaus_Ziehharmonica_KatrinSchander
V O R S T E L L U N G E N
August
27.08.2021
17:00
Kulturscheune Limeshain

“Früher” lag gleich neben unserem Dorf. Da lebten zwei Männer, die beide den gleichen Namen hatten und Klaus hießen. Aber der eine besaß drei Pferde und der andere nur eins, darum nannte man den mit drei Pferden den Großen Klaus und den mit einem den Kleinen Klaus. Die ganze Woche über musste der Kleine Klaus für den Großen Klaus pflügen und ihm dafür sein einziges Pferd borgen.

Der Große Klaus borgte ihm dagegen seine drei Pferde nur für den Sonntag und pflügen musste er auch noch alleine. Aber das bereitete dem Kleinen Klaus keinen Verdruss, denn am Sonntag hatte er alle Pferde für sich allein und heute ist so ein Sonntag: „Hü, alle meine Pferde!“. Da kommt der Große Klaus vorbei und sagt: „Das darfst du nicht sagen, dir ist nur das eine Pferd und wenn du es noch einmal sagst, dann haue ich dein Pferd vor den Kopf, dass es tot umfällt“

Mit drei Holzpferden, einem Topf Kartoffeln und einem russischen Akkordeonspieler, der auch Klaus heißt, erzählt das TheaterGrueneSosse eine richtige Geschichte von früher, in der die Großmütter noch böse waren und die Menschen gierig und gemein.

Wie einer aus der größten Not den größten Gewinn macht – Theater frei nach dem Märchen von H. C. Andersen

Es ist eigentlich ein besonders brutales Märchen, das sich das «Theater Grüne Sosse» für seine aktuelle Kindertheaterproduktion ausgesucht hat. Immerhin gibt es im Laufe des Stückes erschlagene Pferde und Großmütter und es darf als die große Kunst der Theaterleute und ihres Regisseurs Taki Papaconstantinou angesehen werden, dass das Märchen trotzdem für sein Zielpublikum (2.–5. Klasse) äußerst witzig und charmant auf die Bühne gebracht wird, ohne dass dieses dann zuhause Alpträume bekommt. Dabei kommt die «Grüne Sosse» mit besonders wenigen Requisiten aus (dieses Mal im Wesentlichen vier Stühle, ein Tisch, ein Schrank, mehrere Kartoffeln sowie drei kleine Holzpferde), geht damit aber derart fantasievoll um, dass es auch den Kleinsten im Publikum nicht schwerfällt, zwei Schauspieler mit einem Zweig in der Hand als Gestrüpp zu erkennen oder einen Tisch, auf den die Darsteller klettern, als Gebirge.

– Rhein-Main.Net-Kritik

Wir spielen für kinder ab 6 (1.-4. Klasse). Wir spielen nur vor höchstens 200 Kindern (bei Schulvorstellungen). Es muß von jeder Stelle der Bestuhlung sehr gute Sicht auf die Bühne möglich sein, wir behalten uns vor, Bereiche wg. mangelnder Sicht zu sperren. Bei Theaterräumen mit entsprechenden Sichtlinien und entsprechender Akustik sind andere Absprachen möglich.

M A P P E

B Ü H N E

Regie: Taki Papaconstantinou, Theater Katerland CH
Textfassung: Taki Papaconstantinou und Ensemble
Spiel: Friederike Schreiber, Alexandre Bytchkov, Willy Combecher, Sigi Herold
Musik: Alexandre Bytchkov
Assistenz: Tamara Reichle, Nadja Blickle
Kostüme: Catherine Decelle
Bühne: Detlef Köhler
Uraufführung: 13. September 2008